Aktivitäten

26.03.2011 - DIE LINKE KV Allgäu-Memmingen-Unterallgäu

Alle Atomkraftwerke abschalten

Über 250.000 Menschen demonstrierten am 26. März 2011 in Berlin, Hamburg, Köln und München für die Abschaltung aller Atomkraftwerke. An dem breiten Bündnis aus Organisationen und Parteien war auch DIE LINKE beteiligt. Aus ganz Bayern waren die Genossinnen und Genossen gekommen.


Unter den 40.000 Atomkraftgegner in München war auch Alexander Süßmair, Augsburger Stadtrat und Bundestagsabgeordneter der LINKEN, der erklärt:

"Die Atomenergie ist eine Risikotechnologie, aus der wir unverzüglich aussteigen müssen. Die Geschichte der Atomenergie ist eine Geschichte der Pannen und Katastrophen: Majak, Windscale, Harrisburg, Tschernobyl und jetzt Fukushima. Wie lange soll das noch weitergehen? Ich denke, es reicht!

Der Ausstieg aus der Atomkraft muss unverzüglich erfolgen. Wir brauchen einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Technologien dafür sind vorhanden und werden laufend verbessert. Die Bundesregierung muss die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, damit die dafür notwendigen Investitionen in diese neuen Technologien erfolgen. Allerdings muss der Umstieg auch sozial erfolgen. Öko darf kein Privileg der Reichen sein. Für die LINKE ist der ökosoziale Umbau ein zentrales politisches Anliegen.

Eine zentrale Frage für die LINKE ist deshalb die Zerschlagung der Energiemonopolisten. Strom ist ein wichtiges Gut für alle in unserem Land und muss deshalb zwingen Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge sein. Stromerzeugung muss wieder in öffentliche Hände, dezentral und kommunal organisiert. Das unterscheide die LINKE elementar von SPD und den Grünen, die letztlich den Strom weiter den  Profitinteressen von Kapital und freien Markt überlassen wollen, solange es nur Öko-Strom ist.

Wir alle dürfen in unserem Protest gegen die Atomkraft, die Energiekonzerne und für erneuerbare Energien nicht nachlassen, denn die Atomlobby ist stark und wird alles versuchen, den Atomausstieg zu verhindern oder zu verzögern. Letztlich geht es um die Frage, was wichtiger ist, die Befriedigung der Profitgier der Atomkapitalisten oder die Zukunft der Erde und der Menschheit insgesamt.

Ich hoffe sehr, dass noch mehr Menschen bei den nächsten großen Protestaktionen an 12 deutschen Atomstandorten am 25. April 2011 mitmachen."


Erstellungsgsdatum: 06.04.2011