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02.05.2011 - DIE LINKE KV Allgäu-Memmingen-Unterallgäu Mahnwache gegen AtomkraftRund 200 Bürgerinnen und Bürger trafen sich, wie derzeit jeden Montag, auf dem Memminger Marktplatz zu einer Mahnwache gegen Atomkraft und für den Umstieg auf erneuerbare Energien.Fukushima und die Folgerungen der deutschen BundesregierungDie Katastrophe von Fukushima hat viele Menschen zum Umdenken bewegt. Nicht nur, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung nun endlich einen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 plant, viele Menschen geben sich damit nicht zufrieden, nein, sie fordern einen sofortigen Ausstieg aus dieser Risikotechnologie. Deswegen, und um den Opfern von Tsunami und der Atomkatastrohe in Fukushima zu gedenken, bildete sich in Memmingen das „Bündnis Memmingen regenerativ und gegen Atomkraft“. Es veranstaltete seit seinem Bestehen jeden Montag auf dem Marktplatz eine Mahnwache. So auch am 02.05.2011 an dem Konstantin Gräfe, stellvertretender Sprecher der LINKEN KV Allgäu-Memmingen-Unterallgäu, eine Rede hielt.
Vor etwa 200 Anwesenden, forderte er, in Abgrenzung zu den anderen Parteien, den schnellst möglichen Ausstieg aus der Atomkraft. Denn es könne nicht sein, dass aufgrund des Profitinteresses einiger weniger, täglich tausende Menschenleben einem unverantwortbaren Risiko ausgesetzt seien. Das Atommoratorium der Bundesregierung sei nur eine Verschleppung des Problems auf unbestimmte Zeit; das wirkliche Problem sei dadurch nicht gelöst. Vielmehr müssten sofort Maßnahmen ergriffen werden, die zur Abschaltung aller Atomkraftwerke führten und das Zeitalter der erneuerbaren Energien einläuteten. Weiterhin verlas er die Forderungen des Bündnisses an den Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, der dazu aufgefordert wurde sofort aus dem Aufsichtsrat der RWE-Tochter LEW zurückzutreten und in seiner Funktion als Bürgermeister alle notwendigen Schritte zur Förderung erneuerbarer Energien in der Region zu unternehmen. Denn der sozial-ökologische Umbau müsse von unten kommen, von der Regierungskoalition sei nicht viel zu erwarten. Wie sich nun zeigte, hatte Gräfe mit dieser Einschätzung recht. Die AKWs werden nicht so schnell als möglich abgeschaltet, was die Sicherheit der Bevölkerung garantieren würde. Es wird stattdessen auf eine Partnerschaft mit den Kraftwerksbetreiben gesetzt. Ein sozial-ökologischer Umbau der Energiewirtschaft, der die Interessen der Mehrheit der Menschen in den Mittelpunkt rückt, ist damit in weite Ferne gerückt. Vielmehr wird weiterhin auf den Profit der Energieunternehmen spekuliert. Sinnvoller wäre es jedoch endlich mit der Umstrukturierung des Energiesektors zu beginnen. Hierzu wäre vor allem eine Dezentralisierung der Stromproduktion notwendig. Dies müsste jedoch gegen die großen Energiemonopolisten durchgesetzt werden; dazu ist die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung jedoch sichtlich nicht bereit. Konstantin Gräfe, 30. Juni 2011
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